Vom Bauernhof in Bayern in die internationale Dienstleistungswelt: Mit seinem Unternehmen EverLeaf zeigt Gründer Jonathan Bernwieser, dass man mit Mut und modernen Führungsstil abseits klassischer Standorte erfolgreich sein kann.
Vor drei Jahren gründete Bernwieser gemeinsam mit seinen Partnern das Business Process Outsourcing (BPO)-Unternehmen in Pristina. Heute beschäftigt EverLeaf mehr als 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und wächst weiter.
„Unser Erfolg beweist, dass der Kosovo längst nicht mehr den verbreiteten Vorurteilen entspricht, sondern ein attraktiver Unternehmensstandort ist“, sagt Bernwieser.
Beeindruckt hat EverLeaf auch den deutschen Botschafter Jörn Rohde kürzlich bei seinem Besuch im neuen Firmensitz. „Wenn deutsche Firmen im Kosovo Arbeitsplätze schaffen, sorgt das dafür, dass junge Menschen im Land eine Zukunftsperspektive haben. Gleichzeitig wird die Attraktivität des Standortes Kosovo in Deutschland weiter gestärkt”, erklärte der Botschafter.
Rohde betonte im Gespräch mit den EverLeaf-Gründern die besonderen Standortvorteile des Kosovo, wie den Euro als Währung, eine junge, oft deutschsprachige Bevölkerung und den zollfreien Export in die EU. Bereits rund 200 Unternehmen, so der Botschafter, seien schon heute in der kosovarisch-deutschen Wirtschaftsvereinigung (KDWV) organisiert.
Dennoch gebe es laut Rohde noch einiges zu tun, etwa weniger Bürokratie und mehr Planbarkeit. Umso wichtiger seien Beispiele wie EverLeaf: „Hier sieht man, wie faire Arbeitsbedingungen und moderne Unternehmensführung neue Perspektiven schaffen können.“
Für uns ist der Besuch des deutschen Botschafters auch ein Zeichen, wie eng die deutsch-kosovarische Zusammenarbeit inzwischen geworden ist. Und wie viel Potenzial in diesem Standort noch steckt.